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Zahlen und FaktenDie meisten Doktoranden promovieren in Mathematik und den Naturwissenschaften

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Ein kleiner Teil der Akademiker qualifiziert sich nach dem Hochschulabschluss wissenschaftlich weiter und strebt eine Promotion an, zum Beispiel um in der Forschung zu arbeiten. Im Jahr 2013 haben in Deutschland 27.707 Doktoranden erfolgreich eine Promotion abgeschlossen. Und 111.576 Frauen und Männer waren im Wintersemester 2013/2014 als Promotionsstudent an einer Universität eingeschrieben, um den akademischen Grad eines Doktors zu erlangen. Das sind rund vier Prozent aller Studenten.

Die mit Abstand meisten Doktoranden gibt es in Mathematik und den Naturwissenschaften. Hochschulabsolventen, die Biologie, Chemie, Mathematik oder Physik studiert haben, streben somit besonders häufig eine Promotion an. Eine große Anzahl an Promotionsstudenten ist auch in den Sprach- und Kulturwissenschaften, Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sowie Ingenieurwissenschaften zu finden. Verglichen mit der Anzahl der Studenten im Erststudium begeben sich jedoch wenig Absolventen der Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften auf den Weg zur Promotion.

Im Promotionsstudium zeigen sich die gleichen Geschlechterunterschiede wie im Erststudium. Der Frauenanteil ist mit 59 bis 67 Prozent besonders hoch in den Fächergruppen Kunst und Kunstwissenschaften, Humanmedizin und Gesundheitswissenschaften bzw. Sprach- und Kulturwissenschaften. Demgegenüber sind in den Ingenieurwissenschaften 78 Prozent der Doktoranden männlich und auch in Mathematik und den Naturwissenschaften sowie Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften gibt es deutlich mehr Männer als Frauen.

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Studiendesigns und Zielgrößen

Von den 51 Primärstudien untersuchten mehr als die Hälfte (n = 30; 58,8 %) eine oder mehrere Zielgrößen im Bereich psychischer Gesundheit [14, 15, 20, 21, 22, 23, 25, 30, 33, 34, 36, 37, 39, 41, 44, 45, 46, 48, 49, 50, 51, 56, 57, 58, 59, 60, 61, 62, 63, 64, 66]. Die am häufigsten untersuchte Zielgröße war die posttraumatische Belastungsstörung (PTBS), die in insgesamt 24 Primärstudien (davon fünf qualitative Designs) untersucht wurde (Abb. 2; [14, 15, 22, 23, 25, 30, 33, 34, 36, 37, 39, 41, 44, 45, 46, 48, 49, 50, 51, 57, 61, 62, 63, 64]).

Von den 26 Studien, die sich mit Zielgrößen im Bereich der körperlichen Gesundheit beschäftigten, untersuchten 12 Studien Infektionserkrankungen [15, 16, 17, 26, 27, 28, 29, 32, 35, 38, 40, 60]. Nur in 3 Studien (5,8 % aller Studien) gab es einen expliziten Bezug zu nicht übertragbaren chronischen Erkrankungen (NCDs) [15, 40, 60], in einer Studie (1,9 %) einen Bezug zur Müttergesundheit bei Asylsuchenden bzw. Flüchtlingen [45]. 6 Studien, davon eine qualitative [58], wiesen einen direkten Bezug zur Kindergesundheit auf (11,5 % aller Studien) [31, 33, 39, 44, 45, 58].

Mit sozialem Wohlbefinden als Aspekt der Gesundheit beschäftigen sich 10 Studien, denen unter anderem Zielgrößen wie Lebensqualität, Lebensbedingungen oder der allgemeine Gesundheitszustand als „globales“ Gesundheitsmaß zugrunde lagen [12, 14, 20, 21, 50, 51, 58, 59, 60, 61].

Insgesamt 22 Studien untersuchten Zielgrößen im Bereich der medizinischen Versorgung, davon drei mit einem qualitativen Design [12, 59, 60]. Die am häufigsten untersuchten Versorgungsdimensionen waren Aspekte des Zugangs (n = 13) sowie die Qualität der Versorgung (n = 13). Untersuchte Zugangsdimensionen waren Akzeptanz (n = 8) [12, 15, 21, 25, 40, 56, 59, 60], Verfügbarkeit (n = 7) [12, 15, 21, 40, 52, 59, 60] sowie (seltener) Kosten spezifischer Versorgungsmaßnahmen (n = 5) [15, 17, 24, 46, 53].

Lediglich 7 Studien wiesen einen Bezug zu Ungleichheiten auf (n = 7), d. h. zogen eine Vergleichsgruppe nicht Geflüchteter heran, um Ungleichheiten zwischen dieser und Asylsuchenden oder Flüchtlingen in der Gesundheit bzw. der Versorgung zu quantifizieren [21, 26, 27, 28, 31, 46, 56].

Evidenzgrade und Studienpopulationen

Von den 41 quantitativen Primärstudien waren 43,9 % einem hohen Evidenzgrad (LoE 2) zuzuordnen. 4 Studien (9,8 %) [17, 27, 28, 34] lagen Designs zugrunde, die im jeweiligen Bereich dem höchsten Evidenzgrad (LoE 1) zuzuordnen waren (Tab. 2).

Ungefähr zwei Drittel aller quantitativen Studien hatten ein populationsbasiertes Sample, wohingegen fast allen qualitativen Studien (naturgemäß) entweder institutionsbasierte Samples zugrunde lagen oder Studienpopulationen, die sich nicht entsprechend kategorisieren ließen ([63]; Tab. 2).

Bei insgesamt acht (15,7 %) der 51 Primärstudien lagen Studienpopulationen aus zentralen Erstaufnahmeeinrichtungen vor [15, 16, 25, 30, 40, 41, 47, 60]. Der Anteil der Studien mit Populationen aus Gemeinschaftsunterkünften bzw. Einrichtungen der Folgeunterbringung in Gemeinden sowie klinischen bzw. therapeutischen Settings war mit jeweils einem Drittel gleich hoch (Tab. 2). Bei 18 Studien lagen andere Settings oder keine näheren Angaben zu den Settings vor, aus denen die Studienpopulationen rekrutiert wurden. In 32 Studien (62,7 % aller Primärstudien) wurden die Teilnehmer an einem einzigen Standort oder in einer einzigen Stadt rekrutiert [12, 15, 16, 17, 20, 23, 24, 25, 27, 28, 29, 31, 33, 34, 37, 39, 40, 41, 43, 44, 48, 49, 52, 53, 54, 55, 58, 59, 60, 61, 63, 64, 65]. In 6 Studien (11,8 %) setzte sich die Studienpopulation aus Asylsuchenden mehrerer Standorte in einem Bundesland zusammen [32, 35, 38, 42, 44, 45]. Eine aus mehreren Bundesländern rekrutierte Studienpopulation fand sich in 7 Studien (13,7 %) [14, 21, 22, 30, 36, 50, 51]. Keine detaillierten Angaben zum Setting waren in 6 Studien (11,8 %) gegeben [26, 46, 47, 56, 57, 62].

Bei 28 der quantitativen Studien (68,3 %) zeigte sich anhand der genannten Kriterien keine externe Validität [14, 16, 22, 23, 24, 25, 26, 30, 31, 32, 33, 34, 36, 37, 39, 40, 41, 42, 43, 45, 46, 48, 49, 50, 51, 54, 55, 56]. Bei 10 Studien (26,8 %) sind die Ergebnisse regional generalisierbar [15, 21, 27, 28, 29, 35, 38, 44, 47, 52, 53], eine Studie macht repräsentative Aussagen zu einer lokalen Unterkunft [20]. Lediglich Takla [17] und Baron [21] führen quantitative Ergebnisse auf, die eine überregionale Generalisierbarkeit für Asylsuchende in Deutschland ermöglichen.

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